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Hotell Kebne, Kiruna

Winterzeit in Kiruna, Abisko und Riksgränsen

(1995)

Wir waren auf mehreren Sommertouren in Nordschweden gewesen und in diesem Jahr wollten wir einmal erleben, wie die Landschaft und das Leben im Winter sein würde. Ende März 1995 flogen wir nach Kiruna. Wir hatten keine bestimmten Pläne, wir wollten ein paar Tage in Abisko verbringen, dann nach Jukkasjärvi bei Kiruna umziehen, und, was uns besonders wichtig war, wir wollten uns entspannen und möglichst die Ruhe genießen, die Nordskandinavien im Vergleich zu Deutschland bietet.

Hjalmar Lundblomsvägen, Kiruna

Kiruna hatte eine Menge Schnee, und das Kebne Hotel war von Schneehaufen umgeben. Gegenüber dem Hotel war ein Geschäft für Werbegrafiken, das Wanderkarten laminieren, also mit einem wasserfesten Überzug versehen konnte. Wir gaben unsere neue Sarek-Karte ab, um sie für die zu erwartenden Regentage im Sommer behandeln zu lassen. Die Temperaturen in Kiruna waren um die null Grad. Der Schnee trieb im Wind über die Straße. Der öffentliche Busverkehr war gegenüber dem Sommer eingeschränkt. Für die Fahrt nach Abisko nahmen wir den Zug.

Torneträsk bei Abisko Schneemangel

Ende März waren wir noch vor der touristischen Wintersaison, und die Abisko Turiststation hatte gerade wieder eröffnet. Auf der Seite "Abisko" im Kungsleden Kapitel habe ich mehr Bilder von der faszinierenden Winterlandschaft abgelegt. Allerdings waren die Bedingungen für unsere normalen Langlaufskier nicht gut. Offensichtlich war es eine Zeitlang über null gewesen, der Schnee war geschmolzen und kleine Seen, die sich in den Niederungen gebildet hatten, waren wieder gefroren. Und es gab überhaupt sehr wenig Schnee, entsprechend der Tatsache, daß Abisko im Jahresmittel weniger Niederschlag als Frankfurt hat. Wir unternahmen einige kleinere Touren, aber meistens stellten wir fest, daß ganz gewöhnliche Wanderschuhe hier die beste Ausrüstung gewesen wären. Sicherlich würde es tiefer in den Bergen anders aussehen. Der Aufenthalt in Abisko gefiel uns, vielleicht weil wir gewohnt sind, auf vielen Komfort zu verzichten, den andere Menschen im Urlaub gerne haben. Die Atmosphäre war angenehm, und da die Turiststation im Moment nur wenige Gäste hatte, servierte der Koch sogar selbst den Gästen das Essen am Tisch.

Station in Riksgränsen Hotel in Riksgränsen

Um bessere Skibedingungen zu haben, fuhren wir mehrmals mit dem Zug nach Riksgränsen. Der Preis für ein Tagesticket war recht niedrig. Das Dorf Riksgränsen an der Grenze zu Norwegen besteht nur aus wenigen Häusern und einem Hotel. Hier in den Bergen gibt es das ganze Jahr über hohe Niederschläge. Daher gibt es auch keine Schneeprobleme in Riksgränsen, angeblich kommen hier Schneehöhen bis zu sieben Metern vor. Die meisten Besucher nutzen die Abfahrtshänge.

Wir konnten eine gespurte Loipe von 5 km benutzen und einige kurze Touren auf dem gefrorenen See machen. Da wir nicht viel Erfahrung mit unseren Skating-Skiern hatten, war eine ebene Fläche zum Training ganz in Ordnung. Am Nachmittag ruhten wir uns in einer Cafeteria am Abfahrtshang aus. Die Tage gingen schnell vorbei, die Bedingungen waren nicht optimal, aber es gefiel uns. Wir hatten Zeit, uns mit anderen Touristen zu unterhalten, mit einem Mädchen aus Osaka/Japan, das aus Finnland gekommen war und nach Norwegen wollte, mit einer Frau, die mit einer Pulka den Kungsleden gegangen war, und einer Gruppe, die ebenfalls auf den Kungsleden wollte. Für den Rest der Zeit war es so ruhig, wie wir es haben wollten, wir gingen früh ins Bett und schliefen viel.

Danach kehrten wir nach Kiruna und Jukkasjärvi zurück. Du kannst hier klicken, um Bilder von Jukkasjärvi und dem berühmten Eishotel zu sehen.

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