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Im Routesvagge

Sarek

Kisurisstugan - Ruotesvagge - Smaila Brücke, etwa 30 km, 2 Tage

(1996)

Auf dieser Strecke gibt es weder Verpflegungsmöglichkeiten noch zugängliche Hütten. Wenn Du nicht vertraut bist mit diesen Bedingungen im Sarek Nationalpark, dann solltest Du zunächst eine Einführung lesen. Eine Kartenskizze findest Du in diesem Fenster.

Anfang August 1996 starteten Carola und ich zu einer Wanderung von Kisurisstugorna durch den Sarek Nationalpark nach Rinim. Wir wanderten entlang eines nicht markierten Pfades, der als gepunktete Linie in der BD10 Karte eingezeichnet ist. Meine Skizze kann einen Eindruck von unserer Tour geben, aber um die Details zu verstehen, brauchst Du eine Karte, oder Du musst Dich bereits auskennen. Auf dieser Seite hier ist der Weg bis zur Smaila Brücke beschrieben.

Wir jedenfalls hatten die besten Bedingungen, die man sich für eine Sarektour wünschen kann: ein stabiles Hochdruckgebiet mit Hitze und Sonnenschein an allen Tagen. Um zur Kisuris Hütte zu kommen, wanderten wir Vaisaluokta - Kutjaure - Kisuris, nicht der kürzeste Weg, aber wir waren noch nicht auf diesem Teil des Padjelantaledens gewesen.

Panorama bei Kutjaure

Bevor wir die Kutjaurestugan erreichten, hatten wir einen wunderbaren Blick in südöstlicher Richtung auf die Landschaft, durch die wir in zwei Tagen wandern würden. Links sahen wir die Akka, in den Snjuftjutis übergehend, im Hintergrund den Niak und rechts den Kisuris. Wir konnten das breite Tal sehen, in dem wir am Snjuftjutisjåkkå entlangwandern würden. An seinem Ende würden wir rechts in das Tal des Niakjåkkå hinein wandern, um zum Ruotesvagge zu kommen.

Zwei Tage später schulterten wir die Rucksäcke in Kisurisstugorna, folgten dem Padjelantaleden für etwa einen Kilometer und überquerten den Spietjaujåkkå auf einer Brücke. Während der Padjelantaleden kurz danach auf einer weiteren Brücke auch den Snjuftjutisjåkkå überquert, verließen wir nun den Padjelantaleden und folgten einem Pfad entlang des "Snufti".

Im Routesvagge

Wir sahen zurück in Richtung der Kisurisstugorna. Der Pfad im unteren Tal des "Snuftis" war einfach und flach. Das einzige Problem im Moment war, dass die warmen Kleider, die wir nun im Rucksack tragen mußten, das Gewicht auf dem Rücken noch vermehrten. Es war etwa 25 Grad warm, und wir schwitzten viel und mussten viel trinken. Glücklicherweise ist hier nahezu jedes Wasser ohne Vorbehandlung trinkbar.

Snuftjutisjåkkå

Der Weg wurde etwas schwieriger, als wir an den Zusammenfluss des Niakjåkkå und Suottisjåkkå kamen. Einige kleinere Schluchten, die man auf der Karte einfach übersehen würde und ohne Rucksack kaum bemerken würde, kosteten durch wiederholte Ab-und Anstiege etwas Kraft. Wir hatten nun einen grossen Teil des Weges für diesen Tag hinter uns und legten eine Rast ein. Der Pfad wendete sich nach rechts in das Tal des Niakjåkkå. Wir wanderten noch etwa zwei Stunden , bis wir an einer Stelle etwa 1-2 km vom Ruotesvaratj entfernt waren, einem kleinen Berg, der sich etwa 100 m über das Tal erhebt.

Im Routesvagge

Die Sonne stand nun tiefer, und hier gab es gute Zeltmöglichkeiten. Zwei Zelte standen bereits in einiger Entfernung, und wir suchten uns ebenfalls einen guten Platz.

Akka von Süden

Mit der Akka im Hintergrund konnten wir die Abendsonne noch lange geniessen. Als ich ein Rentier mit dem Fernglas beobachtete, sah ich auch plötzlich die Renvaktarstuga am Ruotesvaratj, so dass wir nun sehr genau unsere Position wussten.

Im Routesvagge

Wir erwachten am Morgen, als die Sonne das Zelt aufheizte. Nach dem Frühstück schlugen wir die Richtung zur Renvaktarstuga ein, um wieder an den Pfad zu kommen, der in der Karte eingezeichnet war und von dem wir etwas abgewichen waren. Wir hatten bereits den höchsten Punkt dieser Teilstrecke überschritten, und die Wasserläufe flossen nun in südöstlicher Richtung. Aus der Entfernung konnten wir den Ruotesgletscher sehen.

Abfluss des Routes-Gletschers

Unterhalb des Ruotes-Gletschers hat sich das Schmelzwasser in einem Schotter- und Sandfeld über zahlreiche kleinere und grössere Bachläufe verteilt, die wir überqueren mussten. Es war nicht schwer. Am Ende des Gletschertal finden sich die einzelnen Bäche zusammen zum Smailajåkkå, und diesen zu durchwaten ist dann nicht mehr möglich, er ist zu gross.

Auch weiterhin war der Pfad nicht sehr schwierig. Wir durchwateten einige kleinere Wasserläufe und durchwanderten einige feuchte Gebiete, diese ohne Probleme mit unseren GoreTex - Wanderschuhen. Wir hatten angenommen, dass wir durch die Watstellen mehr Zeit als am Tag zuvor brauchen würden, und da wir am ersten Tag etwa die Hälfte der Strecke bis Smaila gewandert waren, wollten wir nicht unbedingt bis zur Brücke gehen.

Skarja

Wir waren angenehm überrascht, als wir schon viel früher als erwartet am Nachmittag die Hütten von Mikkastugan in der Entfernung sehen konnten. Wir sahen zwei oder drei kleine Häuschen an der Stelle, an der der Fluss aus dem Blickfeld zu verschwinden schien. Allerdings war es dann doch noch mehr als eine halbe Stunde zu laufen. Zwei Zelte standen bereits in der Nähe der verschlossenen Hütte, die für Wanderer nicht zugänglich ist. Wir überquerten den Smaila auf der Brücke und suchten uns einen Zeltplatz auf der anderen Seite, in einer gewissen Entfernung vom Fluss, der hier sehr geräuschvoll ist.

Auf einer gesonderten Seite über Skarja findest Du einige Bilder über die Gegend um die Smaila Brücke. Von dieser Stelle aus kannst Du zum Beispiel das Rapadalen hinunterwandern oder durch das Alkavagge und Kuopervagge, siehe die Karte. Wir wählten den Weg über Pielaslätten - Pastavagge - Rinim (Skarja - Rinim).

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