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 PADJELANTALEDEN

TIPPS ZUR EINTEILUNG

Jeder hat beim Wandern seine persönlichen Vorlieben. Auf dem Padjelantaleden sind die Hütten teilweise in kurzen Abständen und daher gibt es viele Möglichkeiten, wie man sich die Tour einteilen kann. Einige Vorschläge und Hinweise soll diese Seite geben.

Zelttour

Der Padjelantaleden ist sehr gut für eine Zelttour geeignet. Grundsätzlich ist das Zelten überall kostenlos erlaubt außer in der Umgebung der Hütten. Dort gibt es ausgewiesene Zeltplätze, auf denen man eine Gebühr bezahlen muß. Geht man den Padjelantaleden als Zelttour, kann man sich also die Strecken im Prinzip völlig frei einteilen. In den Waldgebieten des südlichen Abschnitts gibt es immer wieder gute und geschützte Zeltplätze. Natürlich sind hier auch die Mücken am häufigsten. Etwa an der Grenze zum Padjelanta - Nationalpark überschreitet man die Baumgrenze, aber auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Zelten. Staloluokta auf etwa halber Strecke ist ein gewisser Einschnitt. Vielleicht wird man hier den offiziellen Zeltplatz am Virihaure nutzen und sich das Dorf mit der Kirche ansehen, sich im Shop neu mit Proviant versorgen und vielleicht am Abend die Sauna der Fjällstation besuchen. Eine Räucherforelle mit frischem Brot kann eine ausgezeichnete Abwechslung im Speiseplan darstellen.

Hüttentour

In Abständen zwischen 12 und 24 km gibt es zahlreiche Hütten am Weg. Die Hütten im Padjelanta-Nationalpark werden seit 2000 von der Badjelandda Ekonomiska Förening betreut, eine Sami - Kooperative, und die Hütten außerhalb des Parks gehören der Svenska Turistföreningen (STF). Als STF-Mitglied bekommt man in den STF-Hütten eine Ermäßigung von 50 Kronen.

Geht man den Padjelantaleden als Hüttentour und startet man im Süden, dann ist es nicht mehr weit bis zur Njunjesstugan (STF). Ist man mit einem späteren Boot von Kvikkjokk gekommen oder erschöpft, dann wird man vielleicht hier bleiben, andernfalls gleich bis Tarrekaise weitergehen. Von der Njunjesstugan kann man am nächsten Tag die kurze Strecke bis Tarrekaisestugan (STF) gehen und eine zusätzliche Tagestour ohne Rucksack machen, um die Gegend zu genießen, oder man geht gleich bis Såmmarlappa. Über Tarraluoppal und Tuoddar geht man in Tagesetappen bis Staloluokta. Vielleicht kann man dort einen Ruhetag einplanen. Manchem Wanderer wird aber auch der Betrieb zu groß sein, und er wird lieber weiterwandern. Die nächsten Hütten sind in kurzem Abstand, und wenn man wenig Zeit und genügend Ausdauer hat, kann man Arasluokta auslassen. An der Brücke bei Sallohaure muß man sich entscheiden, ob man die westliche Variante nach Vaisaluokta oder die östliche nach Akkastugorna wählt.

Dazu gibt es folgende Gesichtspunkte: Der Weg über Kisuris / Akka bleibt etwa auf gleicher Höhe und ist kürzer. Außerdem ist sowohl das Akka-Massiv sehr eindrucksvoll als auch der Vuojatätno, der den Virihaure und Vastenjaure entwässert. Geht man den Weg zum ersten Mal, würde ich daher den östlichen Zweig nach Akkastugorna vorschlagen. Der westliche Zweig schließt noch einen An- und Abstieg ein, von der Höhe hat man eine schöne Aussicht auf den Kutjaure und die dahinterliegenden Berge, z.b. Akka und Kisuris, und später auf den Akkajaure. Das Boot fährt nacheinander Vaisoluoktastugan und Akkastugorna ab, so daß in dieser Hinsicht kein Unterschied besteht.

Variationen

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Strecke zu variieren. oder zu verlängern. Da es in der Saison eine reguläre Hubschrauberverbindung zwischen Staloluokta, Ritsem und Kvikkjokk gibt, kann man auch nur den nördlichen oder nur den südlichen Teil gehen.

Weiterhin gibt es viele Möglichkeiten, vom Padjelantaleden in den Sarek zu wandern. Das Njåtjosvagge erreicht man am besten über Tarraluoppal. Von Staloluokta aus erreicht man das Alkavagge, und von Kisuris das Ruotesvagge (Ruohdesvagge).

Der Nordkalottleden zweigt in Tarrekaise vom Padjelantaleden ab und führt über Pieskehaure und Staddajåkkå wieder nach Staloluokta zurück. Von dort verläuft er zunächst weiter auf dem Padjelantaleden. Von Staloluokta bzw. Staddajåkkå aus kann man auch einen Weg nach Westen begehen, auf dem man Sulitjelma in Norwegen erreicht.

Und so sind wir den Padjelantaleden gewandert:
Tag 0: Anreise nach Kvikkjokk
Tag 1: Kvikkjokk - Tarrekaise
Tag 2: Tarrekaise - Zelt jenseits Såmmarlappa
Tag 3: Zelt - Tuoddar
Tag 4: Tuoddar - Staloluokta
Tag 5: Staloluokta - Arasluokta
Tag 6: Arasluokta - Laddejåkkå
Tag 7: Laddejåkkå - Kisuris
Tag 8: Kisuris - Änonjalme, Boot nach Ritsem und Bus nach Stora Sjöfallet


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