| Zurück zum Padjelantaleden Index | Zurück zum Nordkalottleden Index |


Panorama mit Akka, Niak und Kisuris

Padjelantaleden Nördlicher Teil, Variante 2
( Vaisaluokta - Kutjaure - Sallohaure Brücke ), 25 km, 1 ½ Tage

(1996)

Im Mat & Mums, Kiruna

Anfang August 1996 kamen Carola und ich nach Kiruna mit Plänen für eine Sarek-Tour. Wir wollten nach Ritsem fahren, das Boot nach Vaisaluokta nehmen, sozusagen zum Aufwärmen nach Kisuris wandern, und von dort aus ins Ruotesvagge. Nach dem Flug am ersten Ferientag sind wir normalerweise müde und gehen relativ früh ins Bett, aber dieses Mal kam es anders. Wir trafen Peter, den wir bis dahin nur von e-mails und von seiner Homepage auf dem Server der Information Society in Kiruna kannten. Nach dem Abendessen begleiteten wir ihn in das Restaurant am Campingplatz von Kiruna. Dort spielte die Rockgruppe "Back4Good". Mir gefiel eigentlich alles, was sie spielten, aber der beste Titel war sicherlich "Knocking on heaven's door" in einer Art "Guns and Roses" Interpretation. Die Skandinavier sind im Sommer bei derartigen Veranstaltungen ziemlich ausdauernd. Wir kamen erst um 02:30 Uhr in das Hotel zurück, und als wir am Morgen aufwachten, fühlten wir uns noch ziemlich wie "knocking on heaven's door". Wir brauchten den Sonntag, um uns zu erholen, besuchten am Nachmittag einen Jahrmarkt in Jukkasjärvi, kauften Essen ein und prüften den Busfahrplan.

Am Montag mußten wir um 8:10 Uhr nach Gällivare fahren und dort in den Bus nach Ritsem umsteigen. Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Ritsem an.

Akka und Akkajaure bei Ritsem

Wir warteten auf das Boot um 18:15 Uhr, und konnten schon lange vor der Abfahrt sehen, wie es auf unsere Seite des Akkajaure zurückkehrte. Der STF hatte ein zusätzliches Boot am Morgen eingesetzt, das zur Akka fuhr, dem Berg auf der anderen Seite des Sees. Dadurch war der Zugang für die Leute einfacher geworden, die zur Akka wollten. Aber der neue Fahrplan erlaubte nicht mehr, am gleichen Tag vom Padjelanteleden zu kommen und den Bus nach Gällivare zu erreichen. Manche vermuteten, daß das dazu beitragen sollte, die Übernachtungen in der Ritsem Fjällstation zu steigern.

In Vaisoluokta

Gegen 19 Uhr erreichten wir Vaisaluoktastugan, die nicht weit vom Bootsanleger entfernt ist. Die meisten Wanderer hatten Akkastugorna als Ziel, nur Carola und ich blieben in der Vaisaluoktastugan für die Nacht. Es war sehr friedlich und ruhig in Vaisaluokta, und am späten Abend hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Akka im Licht der untergehenden Sonne.

Am nächsten Morgen wanderten wir nach Kutjaure. Der Pfad führte entlang des Akkajaure für etwa einen Kilometer zur Vaisaluokta Sameviste, und auf den nächsten drei Kilometern wanderten wir bergauf von etwa 430 m am See auf 800 m im Hochland.

Aufstieg von Vaisoluokta

Wir konnten nun auf den Akkajaure zurückblicken und Ritsem auf der anderen Seite sehen. Es war 26 Grad warm ohne eine einzige Wolke am Himmel, wir trugen das ganze Essen für die nächsten zehn Tage im Rucksack, und wir schwitzten ganz erheblich. Zumindest gab es jede Menge frisches Wasser, das man hier ohne weitere Behandlung trinken kann.

Akka, Niak und Kisuris

Im Hochland bekamen wir später eine gute Fernsicht auf den Weg, den wir in den nächsten Tagen laufen wollten. Die Akka zur Linken und der Kisuris zur Rechten rahmten das Tal des Snjuftjutisjåkkå ein, mit dem Niak im Hintergrund. Um ins Ruotesvagge zu kommen, würden wir in dieses Tal hineinwandern. Es sah nicht besonders schwierig aus. Wir verbrachten die Nacht in der Kutjaurestugan und konnten abends noch durch die Fenster den "Haus-Elch" beobachten, der auf dem Gelände der Hütte herumlief.

Bei Sallohaure

Nicht weit von Kutjaure in Richtung der Sallohaure Brücke konnten wir den breiten Vuojatätno sehen, der den Vastenjaure mit dem Kutjaure und dem Akkajaure verbindet. Der Padjelantaleden zwischen Laddjåkkå und Kisuris führt entlang dieses Flusses, der in der Bildmitte zu sehen ist.

Brücke bei Sallohaure

Drei Brücken braucht man, um die Wasser des Vuojatätno zu überqueren, und diese hier ist die längste und höchste von ihnen. Sie ist sehr gut mit Maschendraht gesichert und problemlos zu überqueren, obwohl sie einen etwas luftigen Eindruck macht. Wir erreichten sie um die Mittagszeit und setzten nach einer Pause unseren Weg nach Kisuris und in den Sarek-Nationalpark fort (siehe Padjelantaleden, Nördlicher Teil).

| Zurück zum Padjelantaleden Index | Zurück zum Nordkalottleden Index |