© Mark Harris 1997 Wenn du etwas Hintergrund zu den Geschichten erfahren möchtest, kannst du die Einführung lesen. In meinem Plan für dieses Jahr waren vier Tage für Gipfeltouren von Kebnekaise Fjällstation aus vorgesehen, bevor ich Freunde treffen wollte, um einen weiteren Winter-Camping Trip in Norwegen zu unternehmen. Aber schon nach 2 Tagen waren meine Hände entsetzlich angeschwollen, und ich strich den Rest, um den Sehnen Erholung zu gönnen. Ich werde kurz über diese zwei Tage berichten, mehr aus Gewohnheit, aber auch, weil ein Neuling vielleicht von meinen Erfahrungen beim Übergang von Touren- zu Telemarkski profitieren könnte. Wenn du mehr über Kebnekaise und den Südpeak wissen willst, kannst du den Bericht von meinem 1997er Versuch lesen. Zum Schrecken meiner puristischen Freunde nahm ich wieder den Raupenschlepper - Transport von Nikkaluokta zur Kebnekaise Fjällstation. Die Reise führt 18 km über einen See und durch ziemlich flachen Wald, flach mit der Einschränkung, daß die motorisierten Transporte halbmeterhohe Bodenwellen hinterlassen haben. Nach einer schlechten Nacht in einem lebhaften Schlafwagen hatte ich die Wahl, einen Schlitten fünf Stunden lang über solches Terrain zu ziehen oder schnell am Ziel zu sein und mich an den Hängen um Kebnekaise mit leichtem Gepäck zu vergnügen. Die Entscheidung fiel mir nicht schwer. Um meine Glaubwürdigkeit noch tiefer sinken zu lassen, zahlte ich einen Aufpreis, der etwa einer Flasche Bier entsprach, und war dafür nicht im 20-Betten-Schlafsaal im Hauptgebäude untergebracht, sondern in einem Doppelzimmer im Nebengebäude. Aber dann zog ich eine Grenze und aß nicht im Restaurant, sondern kochte in der Gemeinschaftsküche. Die letzte Woche im März, eine Woche vor Ostern, war noch Nebensaison, und so hatte ich den Raum für mich, was mir sehr recht war, und beim Aufwachen war ich bereit für ein Abenteuer. Das Wetter war trübe, um die null Grad, wolkig und windstill, aber die Vorhersage kündigte schlechteres Wetter an, und damit war ein Versuch, den Südpeak zu besteigen, nicht so erfolgversprechend.
Der Kilometer vom Gletscher hinauf zu dem Sattel ist etwa 30 Grad geneigt, und er ist mit Steigfellen bei guten Bedingungen leicht zu gehen, aber bei 5 cm feuchtem Schnee auf Eis, abwechselnd mit Windverwehungen, mußte ich queren, und wenn ich über die Kante abrutschte, verlor ich schnell einen schwer erkämpften Höhenmeter. Schließlich beendete ich das Skifahren, band die Ski an den Rucksack und zog die leichten Steigeisen an, die ich für fast nichts in einem Second Hand Shop gekauft hatte, unsicher, ob sie brauchbar sein würden. Sie waren. Da ich in geraden Linien ansteigen konnte, wo die Norwegerinnen queren mußten, holte ich sie fast wieder ein, und daß ich meine Stöcke auf 110 cm zusammenschieben konnte, machte das Leben noch einmal leichter. Auf dem Sattel nahm ich in meinem Windsack das Mittagessen ein. Hier gab es überhaupt keinen Schnee, nur einen Zentimeter Eis, also konnte ich die Hülle nicht mit Ski oder Stöcken abstützen und ließ den Sack einfach um mich herumhängen. Dann ließ ich die Ski eingekeilt zwischen Felsen zurück und wanderte die 200 Höhenmeter zum Gipfel des Tolpagorni mit Steigeisen und Stöcken. Fast hatte ich ihn erreicht, da kam eine Wolke heran, und ich erkannte, daß ich Probleme bekommen würde, im Nebel wieder abzusteigen und meine Ski zu finden. Also nahm ich schnell den Kompass und machte eine Peilung, um die Richtung festzuhalten, und hoffte, daß ich zurückfinden würde, falls der Nebel bleiben sollte. Ich überlegte, wie gefährlich es wohl sein würde, die Aussicht vom Gipfel zu genießen. Der Wind kam in Böen von hinten, und daher war es nicht ausgeschlossen, daß man über den Rand geblasen wurde. Es gab Überhänge, die abbrechen konnten, und die riesige Schneemasse im Krater wartete daruf, als Lawine abzugehen, wenn ich hineinfallen würde. Ich fand das dort angebrachte Seil, das bessere Skifahrer als ich benutzen, um sich in den Krater abzuseilen und ein paar exklusive Spuren durch den Neuschnee zu ziehen. Ich wickelte es um den Arm, bevor ich mich der Kante näherte. Ich hätte mir keine Gedanken zu machen brauchen, denn die Schneemengen, die über den Rand geblasen wurden, verdeckten die ansonsten schöne Aussicht auf das Ladtjovagge. Die Wolke zog vorbei, ich fand meine Ski sofort, aber die Übergänge zwischen lockerem Schnee und Harsch waren so häufig, daß ich mit dem Telemarking Probleme hatte. Dennoch war ich immer noch zufrieden mit der Stabilität und Manövrierfähigkeit der Ski und Stiefel. Ich war auch dankbar, daß ich Voile Bindungen montiert hatte, als ich mit der Innenkante eine kleine Sastruga erwischte. Der Ski verdrehte sich und ein Schmerz zuckte durch mein Knie, gerade als die Bindung sich öffnete. Mir war klar, daß ich irgendetwas Wichtiges im Bein zerrissen hätte, wenn ich konventionelle Bindungen gehabt hätte. Eine kleinere Modifikation war, daß ich die Platten der Bindungen mit Paketband umwickelte, um das Ankleben des Schnees zu verhindern. Ich war erschöpft, als ich zurück war, mehr als ich erwartet hatte, und hoffte auf mehr Ausdauer für den folgenden Tag. Ich hörte, daß 3 Gruppen umgedreht waren, ohne den Südpeak zu erreichen.
Doch beim Aufwachen am nächsten Morgen, wie oben erwähnt, waren beide Handrücken geschwollen, und ich konnte die Sehnen knirschen hören. So bandagierte ich sie, nahm Ibuprofen, setzte mich mit dem "Powder Magazine" hin und trank den ganzen Tag über Tee. Am Ende der Woche knirschten die Sehnen immer noch, und so gab ich den Rest der vorgesehenen Touren auf, um einen Dauerschaden zu vermeiden. Daher weiß ich immer noch nicht recht, wie es ist, mit Telemarkski Touren zu machen. Marks Fotogalerie |