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Zusammenfassung und Tipps

Unsere Tour

Ende Mai bis Anfang Juni 2002 unternahmen wir eine Radtour in Nordschweden (Karte). In knapp 2 Wochen fuhren wir 450 km mit Gepäck in zwei Abschnitten. Im ersten Teil fuhren wir von Kiruna über Abisko bis Riksgränsen und zurück nach Abisko, dann nahmen wir den Bus nach Gällivare. Im zweiten Teil fuhren wir von Gällivare über Porjus nach Stora Sjöfallet und zurück nach Porjus. Der Bus brachte uns anschließend zurück nach Kiruna. Einschließlich der Tagestouren fuhren wir 700 km. Zwar kannten wir den Norden aus zahlreichen Wanderungen früherer Jahre, doch hat uns das Erlebnis einer Radtour wieder auf neue Weise tief beeindruckt.

Das Wetter

Die Jahreszeit (Ende Mai - Anfang Juni) war noch etwas früh, doch hatten wir Glück mit Wetter und Temperatur. Normalerweise würde man eher abraten, vor Mitte Juni auf eine derartige Tour zu gehen. Doch in der Wetterstatistik war es der wärmste Mai seit 150 Jahren. Von der Kleidung her waren wir auf schlechtes Wetter vorbereitet. Wir hatten aber nur bestes Wetter bei Temperaturen zwischen etwa 15 und 25 Grad, und so war die Tour ein reiner Genuß.

Unterkunft

Wir fuhren mit nur wenig Gepäck ohne Zelt, Schlafsack und Kochausrüstung und mieteten uns Zimmer in Hotels oder anderen Unterkünften, wie etwa der Abisko Turiststation des STF. Ende Mai ist noch Vorsaison, und es war nicht immer leicht, ein Zimmer zu bekommen, denn es waren zwar wenige Touristen unterwegs, aber entsprechend auch viele Unterkunftsmöglichkeiten noch geschlossen.

Die Straßen

Wenn man nicht mit wetterbedingten Problemen zu kämpfen hat, ist das Radfahren auf den Straßen im im dünn besiedelten Nordschweden wesentlich angenehmer als bei uns, insbesondere außerhalb der Hauptsaison.

Auf der E10 zwischen Kiruna und Riksgänsen überholten uns Ende Mai etwa 10-15 Autos pro Stunde. Zur Hauptsaison im Juli und Anfang August sind zahlreiche norwegische, schwedische und deutsche Wohnwagen und Reisebusse unterwegs, doch die E10 ist breit und das sollte eigentlich auch dann keine Probleme machen. Ausprobiert haben wir es allerdings zu dieser Jahreszeit nicht. Bereits ab Mitte August geht der Verkehr wieder sehr zurück.

Von der Strecke zwischen Kiruna und Gällivare würde ich Radfahrern eher abraten, zwischen den beiden größeren Städten ist relativ viel Verkehr.

Der Inlandsvägen von Gällivare nach Süden läßt sich nach unserer Erfahrung sehr gut befahren. Wie ein anderer Radfahrer berichtete, der ihn ganz von Südschweden her befahren hat, bietet er streckenweise allerdings nicht viel Abwechslung, man sieht meistens Wald.

Busse

Die Busse werden vom Länstrafiken i Norrbotten betrieben. Fast alle Busse haben große Gepäckabteile und transportieren Fahrräder. Nach Auskunft des Länstrafiken werden nur in wenigen Ausnahmefällen andere Busse eingesetzt. In solchen Fällen können Fahrräder auch in den Gepäckräumen unter dem Passagierraum transportiert werden. Auch die Fernbusse wie der Inlandsexpressen transportieren Fahrräder, so daß man bei Bedarf auch große Strecken überwinden kann.

Reparaturen

Hilfe bei Reparaturen bekommt man eventuell in den Sportgeschäften in Gällivare, Kiruna und Narvik. Im Notfall hilfsbereit sind sicher auch die Mitarbeiter von Abisko Turiststation oder das Sportgeschäft (mit Fahrradverleih) im Fjällhotel in Björkliden.

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