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Fahrradtransport im Flugzeug

Wie bekommt man die Räder dorthin, wo man sie braucht ? Dazu gibt es im Internet viele Tipps, doch die Entscheidung muß man am Ende selbst fällen. Ich kann dazu wenig Hilfe geben, höchstens davon berichten, wozu wir uns entschieden haben. Leider ist auch keine Fluggesellschaft in der Lage, einem dazu einen Rat zu geben - man findet einfach niemanden, der kompetent ist, solche Fragen zu beantworten.

Beim Vorabend - Check-in am Frankfurter Flughafen wurden Räder einfach ohne jegliche Verpackung abgegeben, wie sie waren. Das ist das eine Extrem des Transports. Lediglich der der Lenker war gelockert, so daß man ihn zur Seite drehen konnte, mehr nicht. Ein Mitarbeiter der Gepäckabfertigung brachte die Räder vom Schalter weg, und sicherlich kamen sie dorthin, wo sie hinsollten. Mir schien das fast die eleganteste Lösung, doch ist es dann möglicherweise schwierig, die Räder am Ankunftsort mit einem Taxi oder Bus zu transportieren.

Das andere Extrem des Transports sind Hartschalenkoffer, in denen die Räder zerlegt untergebracht werden. Dann kann den Rädern auf keinen Fall etwas passieren. Die meisten Experten in den Fahrradgeschäften, die wir befragten, rieten zu dieser Lösung. Sie ist allerdings auch die teuerste, was die Kosten der Verpackung betrifft, und addiert einige Kilogramm zum Gepäck. Für uns kamen Hartschalenkoffer nicht in Frage, denn wir mußten die Räder in Kiruna im Taxi transportieren und die Verpackung im Hotel zurücklassen, und dafür schienen uns die Koffer zu sperrig.

Wir entschieden uns für den Mittelweg, nämlich für Taschen, obwohl die Kritiker einwenden, daß hier das Risiko groß ist, daß sie im Flugzeug flach gelagert werden und andere Gepäckstücke darauf geworfen werden. Tatsächlich war nach dem Flug etwas am Gepäckträger leicht verbogen, aber man konnte es leicht zurückbiegen. Da die Räder in den Taschen zerlegt waren, war das Paket als ganzes noch recht handlich, einigermaßen gut herumzuheben, paßte in einen normalen Kofferraum und es gab es kein Problem, die Taschen im Hotel zurückzulassen und nach der Tour wieder abzuholen.

Mein Fazit ist, daß die Entscheidung schwierig ist. Ein teures Rennrad der 3000 Euro-Klasse ist sicher am besten in einem Hartschalenkoffer aufgehoben. Robuste und relativ einfache Moutainbikes, wie wir sie hatten, kann man möglicherweise auch in einer Tasche mit einiger Sicherheit transportieren. Und vielleicht findet sich ja auch irgendwann jemand bei der Lufthansa, der verbindlich erklären kann, ob man ein Fahrrad ohne Nachteile so abgeben kann, wie es ist.

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