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Rapadelta

Kungsleden Saltoluokta - Kvikkjokk

73 km, 4-5 Tage

(1995)

Dieser Teil des Kungsleden ist kurz, aber er führt zu einigen landschaftlich besonders schönen Stellen. Carola und ich wanderten ihn in der letzten Augustwoche. Vier Tage sind ausreichend, um den Weg zu gehen. Du solltest aber einen Extratag reservieren, um auf den Skierfe zu wandern, von dem aus man einen wunderschönen Blick in das Rapatal hat. Wir nahmen uns noch einen weiteren Tag, um den Skierfe von einer anderen Seite zu sehen.

Kebnats ist eine Bushaltestelle bei Stora Sjöfallet. Dort wechselten wir auf das Boot, das uns nach Saltoluokta brachte, eine der größeren STF Hütten am Beginn dieses Kungsleden - Abschnitts. Der Bootsfahrplan ist an den Busfahrplan gekoppelt. Wir blieben eine Nacht in Saltoluokta, und am nächsten Tag wanderten wir aufwärts durch einen Birkenwald.

Bei Saltoluokta

Als wir nach Saltoluokta zurückblickten, konnten wir das Vormittagsboot von Kebnats über den See kommen sehen.

Im Ausutjvagge

Oberhalb der Baumgrenze führt der Weg nun durch das Ausutjvagge, ein Tal von etwa 12 km Länge. Der Weg ist einfach, aber man sagt, daß der Wind hier sehr kräftig und kalt sein kann. Auf halbem Weg nach Sitojaure gibt es einen Windschutz, in dem man sich aufwärmen kann. Nach 6 Stunden und 21 km erreichten wir am Nachmittag Sitojaure.

Überfahrt bei Sitojaure

Der nächste Morgen war frisch, aber sonnig. Von Sitojaure aus verkehrt in der Sommersaison ein Boot über den Kaskajaure und Kabtajaure zur anderen Seite, wo sich der Weg fortsetzt. Nur ein anderer Wanderer benutzte das Boot mit uns an diesem schönen Herbstmorgen.

Sitojaure

Nachdem wir den See überquert hatten, kletterte der Weg bis auf 970 m, und wir hatten einen schönen Blick zurück. Die U-förmige Vertiefung auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ist der Eingang zum Ausutjvagge, das wir am Vortag durchwandert hatten. Die Strecke zwischen Sitojaure und Aktse ist nach der Bootsfahrt nur 9 km lang. Kurz nach dem Mittag kam schon das Rapa Tal in Sicht.

Rapadalen

Man sagt, das Rapa Delta sei das schönste Flußtal in Skandinavien. Viele Flüsse in Europa hatten wohl in früheren Zeiten ähnliche Deltas. Die beste Aussicht gibt es vom Skierfe (1179 m) auf der rechten Seite. Der Skierfe hat eine senkrechte Wand auf der Talseite, aber die Spitze erreicht man auf einer einfachen Wanderung von der Rückseite. Der kleinere Berg in der Mitte des Tales auf der rechten Seite des Bildes ist der Nammatj. Wenn Du von Sitojaure kommst, ist es möglich, an einem Tag den Skierfe zu besteigen und dann nach Aktse zu gehen.

Rapadelta

Wenn Du aber einen Extratag in Aktse bleibst, hast Du wesentlich mehr Zeit, den Ausblick von Skierfe auf den Laitaure und das Delta zu genießen. Wir verbrachten etwa zwei Stunden auf dem Gipfel. Ich sollte noch erwähnen, daß es auf dem Pfad zum Skierfe kein Wasser mehr gab, so daß man es ausnahmsweise tragen mußte.

Rapadelta

Wenn man auf der Spitze des Skierfe sitzt, fühlt man sich fast wie ein Vogel. Kein Weg führt durch dieses Labyrinth von Flußarmen und Tümpeln, aber ein Boot fährt jeden Morgen zum Nammatj, um Wanderer dorthin zu bringen, die ins Rapatal wandern wollen. In dieser Woche mußte die Bootsfahrt allerdings ausfallen, denn der Wasserspiegel des Rapaätnos war nicht ausreichend.

Panorama am Laitaure

Am Abend saßen wir wieder am Ufer des Laitaure und fütterten die hungrigen Mücken. Die Wand des Skierfe sah im letzten Tageslicht sehr eindrucksvoll aus. Am nächsten Tag überquerten wir den Laitaure mit dem Boot und wanderten weiter nach Süden. Wir gingen nicht ganz bis Parte, sondern verließen den Weg etwa vier Kilometer vor Parte, blieben auf der 1000 m Linie und zelteten in der Wildnis. Von diesem Zeltplatz aus machten wir am anderen Tag eine Tour zum Vaikantjakk. Sie ist in dem Kapitel über den Sarek beschrieben. Am Abend kehrten wir zu unserem Zelt östlich von Parte zurück.

Kungsleden vor Kvikkjokk

Am letzten Tag führte der Weg durch die Wälder zwischen Parte und Kvikkjokk. Er war etwas anstrengend, da er sehr ausgewaschen und steinig war. Von Kvikkjokk geht ein Linienbus zurück nach Jokkmokk. Wir waren etwas außerhalb der Saison und mußten um 5.30 aufstehen, um den einzigen Bus um 6.00 Uhr zu bekommen. Warum so früh ? Wir verstanden das, als wir die Dörfer um Jokkmokk erreichten: es war nicht nur der Touristenbus, sondern auch der Schulbus. Um 8:00 Uhr erreichten wir Jokkmokk, und drei viertel der Insassen waren Schulkinder.

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