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Brücke bei Alesjaurestugorna

Kungsleden Abisko-Kebnekaise

86 km, 4-5 Tage

(1992)

Eine Karte gibt es in einem separaten Fenster. Dieser obere Teil des Kungsleden ist wohl der am meisten begangene Wanderweg in Nordschweden. Und es war auch die erste Tour, die Carola und ich in diesem Gebiet gewandert sind. Wir hatten keine Probleme, in den Hütten Betten zu bekommen, aber es heißt, daß sie in der Hauptsaison überfüllt sein können. Wir begannen die Wanderung an der Abisko Touriststation (siehe die separate Seite über Abisko).

Kungsleden bei Abisko

Am Anfang sieht der Kungsleden eher wie ein Weg in einem Stadtpark aus, und man trifft auch zahlreiche Tageswanderer. Dennoch war es für uns damals noch ein Abenteuer. Der Pfad folgt dem Abiskojåkkå durch einen Wald und führt später entlang dem Abiskojaure.

Abiskojaure

An diesem ersten Tag sind 15 km bis zur Abiskojaure Hütte am Ende des Sees zu gehen. Wir waren froh, daß die Entfernung nicht so groß war. Wir hatten schwere Rucksäcke und hatten wenig Erfahrung, was wir wirklich brauchen würden.

Alesjaure

Am zweiten Tag wanderten wir nun zwischen Abiskojaure und Alesjaure durch eine Gegend, die mehr von Rentieren als von Wanderern bevölkert war. Die Rentiere zogen langsam auf Nahrungssuche durch das Gebiet.

Rengärde bei Alesjaure

Die Rentierherden gehören Sami-Familien und die Tiere werden im Frühjahr zusammengetrieben, um die Kälber zu markieren. Wir trafen zufällig am Nachmittag auf ein solches Ereignis. Die Rentiere bewegten sich in Kreisen durch das Gehege.

Rentierkalb

Die Kälber halten sich bei der Mutter auf und können daher zugeordnet werden. Wir blieben etwa eine Stunde an diesem Platz, bevor wir nach Alesjaure weiterwanderten. Als wir abends in Alesjaure in der Sauna saßen, waren wir noch voller Eindrücke.

Brücke bei Alesjaure

Wir mussten am dritten Tag die Rucksäcke auf den höchsten Punkt der Tour tragen. Der Kungsleden überquerte den Alesätno auf einer Brücke nahe der Hütte und stieg dann langsam und stetig entlang des Flußtals in die Berge.

Tjäktjastugan

Die Tjäktja Hütte auf halbem Weg nach Singi kann bei schlechtem Wetter Schutz bieten. Nahe der Hütte erreichten wir eine Höhe von 1000 m, nicht viel in Mitteleuropa, aber weit oberhalb der Baumgrenze bei 68 Grad nördlicher Breite.

Tjäktja Pass

Bei 1140 m war nun der höchste Punkt des Tjäktja Passes erreicht. Die Teleskopstöcke erleichterten uns die Passage eines Schneefeldes. Das Wetter verschlechterte sich. In einer kleinen Windschutzhütte auf der Paßhöhe saßen einige Wanderer, wärmten sich und warteten auf besseres Wetter.

Tjäktjavagge

Wir ließen den Paß hinter uns und schauten in das Tal des Tjäktjajakka. Eine Regenwand näherte sich, und irgendwo dahinter lagen die Sälka Hütten. Wir legten noch eine Schicht Goretex-Kleidung an. Eine Stunde später war das Wetter vorüber, und am späten Nachmittag begann die Sonne wieder zu scheinen.

Im Ladtjovagge

Da wir in recht guter Verfassung waren, wollten wir von Sälka nach Kebnekaise an einem Tag gehen, was eine etwas längere Tour bedeutete. Über Singi sind es insgesamt 26 km, der kürzere Weg, auf dem Singi nicht berührt wird, spart etwa 2 km. Die letzten Kilometer vor Kebnekaise allerdings schienen nicht enden zu wollen. Der Weg war nicht schwierig, aber er hatte einige steinige Abschnitte. Am Ende des Tages erwarteten wir die Fjällstation hinter jedem Hügel. Schließlich hatten wir sie erreicht, bekamen einen Raum und erfrischten uns mit einer Dusche.

Um mehr über Rentierzucht zu lesen, kannst Du die Links zu Informationen über das Volk der Sami lesen. Der nächste Abschnitt des Trails ist im Abschnitt Kebnekaise - Vakkotavare beschrieben.

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