Kiruna wurde um 1900 gegründet als eine Bergbaustadt,
und die Eisenerzmine, die als grösste unterirdische Mine
der Welt gilt, ist immer noch die wichtigste Industrie der Stadt.
Sie wird von der LKAB Gesellschaft betrieben.
Die Abraumhalde
auf dem Gelände der Gesellschaft ist unübersehbar und
aus der Sicht des Eisenbahnfans ist natürlich der Bahnbetrieb
interessant. Die Bahnstrecke Kiruna-Narvik wurde ebenfalls um
1900 gebaut, auf ihr fahren Erzzüge und Personenzüge.
Ein Denkmal
für die Bahnarbeiter (Rallare) steht am Bahnhof. Einige
Bilder von einer Wanderung an der Strecke sind auf meiner Indexseite
im Abschnitt "Norwegen" abzurufen.
Eine Reihe
von Forschungsinstituten hat zunehmend an Bedeutung gewonnen,
so zum Beispiel Esrange, eine europäische Einrichtung zum
Abschuss ballistischer Höhenforschungsraketen. Eine Bustour
zur Besichtigung wird angeboten, ich fand allerdings damals,
die Führung in Esrange selbst könnte etwas interessanter
gestaltet werden. Alle wissenschaftlichen Institute sind im Internet
zu erreichen, am einfachsten über die Links im Server von
Kiruna.
Die meisten
der 20,000 Quadratkilometer des Stadtgebietes sind Wildnisgebiet,
und das ist der Grund, weswegen wir und viele andere Touristen
die Stadt besuchen.. Kiruna hat eine Busstation, eine Eisenbahnstation
und einen Flughafen. Wenn man Zeit für Besichtigungen hat,
kann man zum Beispiel eine Bustour in das Eisenbergwerk machen,
man kann Esrange besuchen, man kann Jukkasjärvi besichtigen
mit einer historischen Kirche und einem inzwischen weltbekannten
Iglu im Winter. Kiruna ist gut für einen Einkaufsbummel,
insbesondere sollte man auf samische Handarbeiten achten. Auch
Einrichtungsgegenstände können interessant sein, wir
haben zum Beispiel einmal eine Stehlampe gekauft und im Skisack
nach Hause transportiert.

In der Skyline von Kiruna, von der Europastrasse 10 aus gesehen,
fallen insbesondere das Rathaus und die Kirche auf. Das Rathaus
in der linken Seite des Bildes mit seinem auffälligen Turm
ist unverwechselbar.
In den sechziger
Jahren hat es einen Architekturpreis erhalten.
Die Kirche
wurde um die Jahrhundertwende von dem Direktor der Bergbau-Gesellschaft
in Auftrag gegeben und ist ein beeindruckendes Holzbauwerk.
Abends um
21 Uhr mag die Stadt an einem Sommerwochenende wie ausgestorben
wirken. Das kann sich dann um 23.00 Uhr wieder ändern. Wenn
man die Ausdauer aufbringt, lohnt es sich, einmal bis nach Mitternacht
in einem Lokal zuzubringen, in dem Lifemusik angeboten wird.
Da wir einmal bis 2:00 nachts bei einer solchen Veranstaltung
im "Radhysbyn Ripan" am Campingplatz waren, konnten
wir staunend sehen, wie eine lange Schlange von Taxis damit beschäftigt
war, die nicht mehr ganz nüchternen Besucher der Disco im
Hotel Ferrum wieder nach Hause zu bringen.
Kiruna war der Ausgangspunkt für viele Touren auf den
Wanderwegen Lapplands in verschiedenen Jahren, und vor der Rückreise
haben wir uns dort nach den Wanderungen etwas ausgeruht. Obgleich
es vom Charakter her eigentlich eine Industriestadt ist, gefiel
uns die Atmosphäre von Jahr zu Jahr besser.
Informationen über Kiruna sind unter www.kiruna.se
abzurufen. Dort gibt es auch Links zu den Firmen und Forschungsinstituten
in Kiruna. Die Gesellschaft LKAB hat auf ihrem Server (www.lkab.se)
Informationen über den Bergbau. Die Information Society
ist ein Verein, der ähnliche Ziele wie unser Verein in Gießen
hat (www.lahn.de), und ist
unter der URL www.is.kiruna.se
zu erreichen.
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