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Meine Meinung zum GPS

Braucht man unbedingt ein GPS, um durch Nordschweden zu wandern ? Meine persönliche Antwort für den Sommer: natürlich nicht, aber es ist ein lustiges Spielzeug. Im Sommer wird es im allgemeinen möglich sein, bei einigermaßen guten Bedingungen allein mit der Karte durch Nordschweden zu wandern. Die Landschaft ist übersichtlich, und auf einem markierten Wanderweg, der zwischen einem Fluß auf der einen Seite und einem Berghang auf der anderen Seite entlangführt, ist es schwer, sich zu verlaufen. Dazu sind ja auch markierte Wanderwege eigentlich erfunden worden. Wo Süden ist, sagt einem im günstigen Fall die Sonne, und so haben wir selbst auf einer Tour durch den Sarek Nationalpark kaum den Kompaß benötigt, denn einige markante Geländemerkmale und der Vergleich mit der Karte reichten meist zur Orientierung aus.

Sicher gibt es aber auch Situationen, in denen ein GPS von Nutzen ist, z.B. wenn man sein Zelt irgendwo da draußen zwischen gleichaussehenden Hügeln aufgestellt hat, findet man es mit dem GPS wesentlich leichter wieder, oder man hat zum Beispiel eine Goldmine entdeckt und möchte sich die Stelle merken... es gibt überhaupt sehr viele Anwendungen.

Sehr vorteilhaft und nach meiner Meinung empfehlenswert ist das GPS auf Wintertouren oder Touren, bei denen schlechte Sicht zu erwarten ist. Im Winter sieht die Landschaft eintöniger aus, Entfernungen sind schwerer zu schätzen, die Seeufer, die sonst eine Strukturierung darstellen, sind nicht mehr so eindeutig zu erkennen, die Sicht kann sich bis auf wenige Meter verschlechtern. Auf unserer Kungsleden-Skitour hatte ich die Koordinaten wesentlicher Punkte abgespeichert, und das führte dazu, daß wir nur noch selten die Karte ausbreiteten. Ein Knopfdruck am GPS, und wir wußten, wieviel Kilometer noch zurückzulegen waren, und das reichte uns zur Orientierung, zumal wir den Kungsleden ja kannten.

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