Zurück

Genauigkeit von GPS-Messungen und Kartendaten

Meine ursprüngliche Seite, die sich mit der Genauigkeit der mit dem GPS gemessenen Daten beschäftigte, ist längst überholt. Die aus militärischen Gründen dem System auferlegt Ungenauigkeit wurde abgeschaltet. So ist nicht mehr die Genauigkeit des GPS die eigentliche Frage, sondern die Genauigkeit, mit der man Daten aus der Karte entnehmen kann.

Eine besonders große Fehlerquelle sind schon die Markierungen in der Karte selbst. Das rote Dreieck, das in der Fjällkartan z.B. einen Windschutz markiert, ist an der Basis knapp über einen Millimeter breit. In der 1:100000 Fjällkartan sind das 100 m, während der Windschutz selbst vielleicht nur 10 m groß ist. Letztlich kann man sich auch nicht in allen Fällen auf die Genauigkeit der Karte verlassen. So kann man ohne weiteres mit Ungenauigkeiten von 50 m rechnen, wenn man Positionen in der Karte aufsuchen will.

Man kann kritischerweise anmerken, daß bei einer Sichtweite von 30 m diese Genauigkeit nicht mehr ausreicht, um die Hütte zu treffen. Allerdings sollte man daraus nicht ableiten, daß es besser wäre, dann auf das GPS zu verzichten. Mit einem Kompass kann man ohne gute Sicht eben nur die Himmelsrichtung mit einiger Genauigkeit bestimmen. Mit dem GPS kann man feststellen, an welchem Punkt der Karte man sich befindet, und das unabhängig davon, ob es hell, dunkel oder neblig ist. Das ist nach meiner Erfahrung im Zweifelsfall allemal besser, als zu wissen, wo Norden ist.

Zurück