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The Durango and Silverton Narrow Gauge Railroad, Colorado

(1988)

Die D&SNG RR (Schmalspureisenbahn) wurde 1882 fertiggestellt und stellte eine Verbindung her zwischen den Gold- und Silberminen in den San Juan Mountains bei Silverton mit Durango, einer Station an der Denver und Rio Grande Eisenbahn. Die Strecke ist etwa 62 km lang. Eine Kartenskizze zeigt die Strecke. Die Minen wurden um 1920 geschlossen, aber die Eisenbahn überlebte. Für viele Jahre noch hatte Silverton keine andere Verbindung zur Außenwelt. Die Eisenbahn folgt dem Animas River, der mit vollem Namen "Rio de los Animas perdidos" (Fluß der verlorenen Seelen) heißt. Die Strecke führt durch ein Wildnisgebiet mit einer spektakulären Landschaft. Daher kamen schon 1960 mehr als 100,000 Touristen pro Jahr, um diese Fahrt zu machen. 1981 wurde die Bahn von der Denver and Rio Grande Railroad an eine private Gesellschaft verkauft, die den Betrieb für die zahlreichen Fans aufrechterhält.

1988 kamen wir während einer Urlaubsreise im Südwesten der USA nach Durango. Wir wußten, daß man ein Ticket für die Züge normalerweise schon einen Monat im voraus reservieren mußte. Wir hatten keine Reservierung, da wir keinen festen Zeitplan hatten. Wir hatten aber das Glück, daß die D&SNG RR gerade eine weiteres Angebot eingeführt hatte, für das wir noch Tickets kaufen konnten. Ein Schienenbus fuhr am Morgen von Rockwood nach Needleton, man konnte in Needleton aussteigen und zurück nach Cascade Canyon wandern. Am frühen Nachmittag war die Rückfahrt von Cascade Canyon nach Rockwood. Die Wanderung selbst war nur 8 km lang, aber wir würden daher ausreichend Zeit zur Beobachtung der Züge haben.

Wir mußten sehr früh aufstehen, denn die Abfahrt war für 7.30 Uhr vorgesehen. In den USA war es natürlich kein Problem, zunächst noch einen Coffeeshop zu finden, in dem wir frühstücken konnten, bevor wir zum Bahnhof von Rockwood fuhren.

Gleich nachdem wir Rockwood verlassen hatten, fuhr der Zug durch den spektakulärsten Teil des Animas River Valley. Es war fast unglaublich, wie das Gleisbett in die senkrechten Felswände gesprengt worden war. So war es verständlich, daß diese Strecke in die Liste der National Historic Landmarks der USA aufgenommen worden war.

Nach einigen atemberaubenden Ausblicken waren wir wieder unten im Tal und überquerten den Fluß auf einer Brücke.

Die Fahrt dauerte 70 Minuten, und dann hielt der Zug an der Needleton Fußgängerbrücke. Außer uns stiegen nicht sehr viele Wanderer aus. Einige gingen auf längere Touren in die Needle Mountains, und einige gingen wohl nur zum Angeln. Wir überquerten die Fußgängerbrücke. Der Weg auf der anderen Seite war nicht markiert, aber wir mußten ja nur dem Fluß folgen, und das war kein Problem. Für die Strecke von 8 km hatten wir bis 14.00 Uhr Zeit. So konnten wir uns bei der Beobachtung der Züge auf der anderen Seite des Flusses Zeit lassen.

Sicherlich waren das hier ein unvergeßliche Eindrücke für mich als Eisenbahnfan. Während des Vormittags konnten wir die Züge an verschiedenen Stellen auf der Strecke beobachten.

Im Sommer kann es im Tal recht heiß werden, und so kühlten wir unsere Füße im Fluß. Wir kamen frühzeitig in Cascade an. Das Personal des Zuges hielt nahm gerade ein Mittagessen ein.

Am nächsten Tag besuchten wir Silverton mit dem Auto. Als wir vom Gebirge herunterkamen, hatten wir einen schönen Blick auf die Stadt. Wir blieben gleich an dieser Stelle, um zu fotografieren.

Von unserem Beobachtungspunkt konnten wir die Züge aus dem engen Tal des Animas River kommen sehen.

Die vier Züge waren jetzt im Zentrum von Silverton geparkt und die Fahrgäste hatten Gelegenheit zu einer Stadtbesichtigung, bevor sie nach Durango zurückkehrten.

Natürlich würden wir gern eines Tages wieder mit ihm auf eine Fahrt gehen.

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