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Der Fahrplan
(1999)

nach unten in nördlicher
Richtung

(X = Bedarfshaltest.)

 

Arvidsjaur
Abfahrt 16.15

 

 

 

Moskosel
17.00 - 17.20

 

 

Piteälvsbron
X

 

Varjisträsk *
17.50 - 18.00

 

Kåbdalis
18.38

 

Maitum
X

 

Polcirkeln
19.42 - 19.52

 

Jokkmokk
20.03 - 20.05
(unser Reiseziel)

 

Vajkijaur
20.10 - 20.30

Porjus
21.08

Luspebryggan
X


Avvakajjo
21.24 - 21.34


Gällivare
22.00

INLANDSBAHN

TEIL II : ARVIDSJAUR - JOKKMOKK
(- GÄLLIVARE)
© Kurt Bangert und Carola Bläsing-Bangert

Sonntag, 8. August 1999

Nach der Dampfzug-Sonderfahrt vom gestrigen Samstag setzen wir nun in Arvidsjaur unsere Fahrt mit dem Schienenbus fort. Er hat ein paar Minuten Verspätung, dennoch will man die Kaffeepause in Arvidsjaur nicht verkürzen. Wir suchen unsere reservierten Plätze im Zug. Diesmal sind wir im ersten, moderneren Wagen. Doch die Sitze sind gegen die Fahrtrichtung, und anders wäre es uns lieber. Die überwiegende Zahl der Plätze ist reserviert, ein großer Teil davon für eine deutsche Reisegruppe. Der Wagen ist fast voll, und so gibt es auch keine Möglichkeit, den Platz zu wechseln.

Wir prüfen den zweiten Wagen, der noch die ältere rote Lackierung trägt. Er war komplett für eine Reisegruppe reserviert, die aber gerade in Arvidsjaur ausgestiegen ist, und so ist er jetzt vollständig leer. Wir ziehen mit unseren Sachen um. Von unserem neuen Platz habe ich den Vorteil, dem Zugführer bei der Arbeit zusehen zu können. Auch einige Deutsche aus einer Reisegruppe sind uns in den Wagen gefolgt, doch kommen sie zu dem für mich verblüffenden Schluß, dieser Wagen sei zu unmodern, und so gehen sie zurück. So bleiben wir mit einem schwedischen und einem deutschen Paar in dem Wagen alleine und können es uns wieder sehr bequem machen.

Moskosel

Bald geht die Reise los, und schnell sind wir wieder in Moskosel. Der Kaffee-Bedarf der Reisenden ist wohl noch nicht gedeckt, denn hier gibt es wieder Kaffee, und der Besuch der kleinen Rallare-Ausstellung ist möglich. Unter dem Emblem der Volkshochschule spielt eine Zweimann - Band Rockmusik mit nordischen Themen, und wir geraten ins Träumen. Doch es ist Zeit, wieder einzusteigen.

Piteälv-Brücke

Etwas Besonderes wartet auf uns: an der Piteälvsbrücke hält der Schienenbus, wir können aussteigen und zu Fuß über die Brücke gehen. Der Schienenbus folgt uns im Schrittempo.


Die Landschaft fliegt vorbei. Heute bleibt nicht viel Zeit, seinen Gedanken nachzuhängen, denn immer wieder hält der Zug an interessanten Stellen.
Jetzt sind wir in Varjisträsk. Im Fahrplan ist der Bahnhof mit einem Stern versehen. Wir lesen: *= Zug hält ggf. zum Baden, wenn das Wetter es zuläßt. Tatsächlich nehmen zwei der Reisenden die Gelegenheit wahr. An einem heißen Sommertag ist es vielleicht eine Erfrischung, doch heute ist es sicher mehr als nur erfrischend...

Durch Maitum fahren wir durch, und nun ist es zum Polarkreis nicht mehr weit.

Am Polarkreis

Natürlich muß jeder einmal vor dem Schild stehen. Die Kameras klicken. Die Reisebegleiterin bittet um zügiges Wiedereinsteigen, damit die Verspätung nicht zu groß wird. Zehn Jahre ist es her, daß wir mit dem Autoreisezug auf der Strecke Stockhom-Kiruna am Polarkreis standen, zum ersten Mal auf dem Weg in den Norden.

Tunnel vor Jokkmokk

Nun wird es langsam Zeit, im Zug unsere Sachen zu packen und zum Ausgang zu bringen. Wir stehen schon fertig bereit, da kommt die Durchsage, daß wir bald den einzigen Tunnel der gesamten Inlandsbahn passieren. Ich muß schnell noch einmal nach vorne, um ein Bild zu machen.

Kurz darauf erreichen wir Jokkmokk, unser Reiseziel. Hier steigen wir aus, um auf eine Wandertour zu gehen. Seit Östersund haben wir 646 Kilometer zurückgelegt, viel erlebt und uns dabei erholt. Während wir am Vortag mehr unseren Gedanken nachhängen konnten, gab es an diesem zweiten Tag mehr zu sehen und zu erleben.

Der Schienenbus fährt noch genau 100 weitere Kilometer bis Gällivare, das er um 22.00 wohl recht pünktlich erreichen wird.


Jokkmokk

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