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DIE INLANDSBAHN 1999

In vergangenen Jahren war die Inlandsbahn bekanntlich wie viele andere Bahnlinien auf der Welt von der Schließung bedroht. Es gelang jedoch, den Personenverkehr aufrecht zu erhalten, wenn auch zur Zeit nur in der Hauptsaison im Sommer. Die Anzahl der Reisenden sank von 31000 im Jahr 1994 auf 15000 im Jahr 1996. Glücklicherweise gab es danach jedoch wieder eine positive Entwicklung, und im Jahr 1999 hatte die Bahn wieder 23000 Reisende. Wie "Västerbottens Kuriren" schreibt, haben zwei Berichte in einem Reisemagazin des schwedischen Fernsehens wesentlich dazu beigetragen, daß 1999 wieder mehr Reisende die Inlandsbahn benutzt haben.

Die Inlandsbahn ist nicht die schnellste, doch sicherlich die unterhaltsamste Art, in den Norden Schwedens zu reisen. Der Triebwagen hält an vielen Stellen, an denen es etwas zu sehen, zu erleben oder zu kaufen gibt. Von Mora bis Östersund sind es 321 km, die an einem Tag in knapp über sechs Stunden zurückgelegt werden. Für die 746 km von Östersund bis Gällivare benötigt der Schienenbus 14 Stunden und 22 Minuten. Etwas schneller ist man mit der Buslinie "Inlandsexpressen", die in Sommer und Winter die gleiche Strecke abfährt, aber unterwegs nur die notwendigen Stops macht. Sie fährt Östersund - Gällivare in 11 Stunden und 15 Minuten.

In der Wintersaison fahren auf der Inlandsbahn wöchentlich zwei Güterzüge, es gibt jedoch keinen Personenverkehr. Es bleibt zu hoffen, daß vielleicht in den kommenden Jahren der Betrieb wieder ausgedehnt wird. Jeder, der als Tourist die Inlandsbahn benutzt, hilft letztlich mit, daß sie überleben kann. Vielleicht kann mein Bericht aus dem Jahr 1999 dazu beitragen, das Interesse zu wecken und vielleicht selbst einmal mit der Inlandsbahn zu fahren.

Von Arvidsjaur verkehren Dampf-Sonderzüge im Sommer. Sie werden von einem Verein betrieben, Informationen darüber gibt es ebenfalls auf den Webseiten der Inlandsbahn.

Link: Homepage der Inlandsbahn

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