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HEW-Cyclassics 2003

Samstag, 2. August: Vor dem Rennen

Ganz Hamburg stand in diesen Tagen im Zeichen der Wasserträger. Nicht nur, dass die Teilnehmer auf ihrem T-Shirt die Aufschrift "13499 Wasserträger, Erik und ich" hatten, auch als Skulpturen waren Wasserträger über die ganze Stadt verteilt. Die Skulpturen waren alle gleich, aber jede war individuell von einem anderen Künstler bemalt worden. Über die Hintergründe konnte ich nichts herausfinden, nur, dass es tatsächlich Wasserträger waren und nicht etwa Heringsverkäufer. Den Superman - Wasserträger fand ich am schönsten. Ich fand, er passte er am besten zu einem Radrennen, denn die Wasserträger sind bei Radrennen bekanntlich die wahren Supermänner.

Wir hatten am Samstagmorgen viel Zeit, durchstöberten die Ausstellungszelte der Fahrradmesse, bestaunten Colnagos, Scotts und Cannondales, informierten uns über Reifen und Felgen und sahen uns gegen Mittag noch kurz in den Kaufhäusern der Innenstadt um. Doch eigentlich mussten wir die Beine ja schonen, deshalb zogen wir uns wieder ins Hotel zurück. Am Nachmittag hatten wir noch einiges zu tun, die Räder mußten zusammengebaut und noch einmal probegefahren werden. Der Transponder war diesmal auf eine Startnummer geklebt und musste am Lenker angebracht werden, und da hatten wir nicht viel Platz, so dass ich etwas tüfteln musste. Etwa zwei Stunden brachten wir mit allem zu und drehten Testrunden auf dem Parkplatz, dann verstauten wir die Räder im Fahrradkeller des Hotels.

Am späten Nachmittag sassen wir bereits beim Abendessen in einer Kneipe am Wasser. Der anschliessende Verdauungsspaziergang führte uns zur offiziellen Pasta-Party, wo wir eine Portion Nudeln mit der leckeren Basilikum-Tomaten-Sosse nachlegten, bis wir schliesslich erschöpft aufgeben mussten. Wir gingen wieder ins Hotel zurück und legten uns zeitig hin. Richtig müde war ich nicht und geriet im Halbschlaf ins Grübeln. Wir würden nur 1 Stunde 45 Minuten vor den Profis starten, und die würden vielleicht 45 bis 50 km/h fahren. War das denn ein ausreichender Vorsprung auf einer Strecke von 120 km, oder würden sie uns womöglich einholen ? Ich grübelte eine ganze Weile, darüber schlief ich ein.

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