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Nürburgring, vom Mountainbike-Trail gesehen

Mountainbike - Trail am Nürburgring 2002

© Kurt Bangert und Carola Bläsing-Bangert 2002

Der Mountainbike - Trail am Nürburgring bietet interssante Ausblicke auf den Ring, aber auch stille Abschnitte im Wald und Aussichten auf die Landschaft der Eifel.

An einem Mittwochvormittag Anfang September stellten wir unser Auto auf einem der riesigen leeren Parkplätze in der Nähe des Besucherzentrums am Nürburgring ab und stiegen auf die Mountainbikes um. Wir fuhren an der Bundesstraße 258 entlang und überquerten sie dann in Richtung des kleinen Ortes Nürburg. In der Stadt folgten wir der guten Beschilderung und fanden ohne Probleme die Mountainbike-Strecke. Wir fuhren sie im Uhrzeigersinn. Der Weg war zunächst einfach, wir rollten auf einer geteerten Straße mit gelegentlichem Ausblick auf den Ring, und schließlich ging sie in einen Feldweg über. Der Weg führte in den Wald hinein und wir kämpften uns einige Steigungen hinauf. Manchmal hielten wir an, um die Aussicht auf malerische Täler der Eifel und auf Adenau zu genießen. Die Mountainbike-Strecke tauchte nun unter dem Nürburgring hindurch und ein Gefälle führte hinunter in den Ort. Adenau war wesentlich interessanter als erwartet und wir machten eine Pause, um ein recht großes Fahrradgeschäft zu besichtigen, in dem wir einige Räder sehen konnten, die wir sonst nur aus Katalogen kannten. Wir fuhren die Durchgangsstraße entlang und besuchten noch die historischen Häuser am Alten Buttermarkt, bevor wir wieder dem Schild der Mountainbike - Strecke folgten. Sie führte zurück in den Wald und zum Nürburgring, dabei waren auf 4 km etwa 300 Höhenmeter zu bewältigen, was durchschnittlich 7,5 % Steigung entspricht. Auf Waldwegen folgten wir dem Verlauf der Rennstrecke. Schließlich erreichten wir den bemerkenswertesten Abschnitt der Mountainbike-Tour. Auf etwa 1 km Länge fuhren wir auf einer betonierten Strecke, die in der Anfangszeit des Nürburgrings noch zur Rennstrecke gehörte und 33 % Steigung hatte. Genauer gesagt fuhren wir nicht, sondern wir schoben die Räder. Es war interessant, einmal eine solche Steigung auszuprobieren. Verlagerte man das Gewicht auf das Vorderrad, drehte das Hinterrad durch, verlagerte man das Gewicht auf das Hinterrad, hob sich das Vorderrad vom Boden. Nachdem bei der spanischen Vuelta 2002 einige Profis bei 25 % Steigung von ihren Rennrädern absteigen mußten, war es nicht verwunderlich, daß wir nun das gleiche tun mußten. Nach dieser kurze Schiebestrecke folgten wir angenehmen Waldwegen mit Sicht auf den Ring, auf dem immer noch die gleichen BMWs die gleichen Runden drehten. Schließlich erreichten wir wieder die Bundesstraße 258. Mit einem Schlenker über Meuspath kamen wir zurück zu unserem Parkplatz. 

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