Waimoku Falls Trail (Pipiwai Trail)
(November 1998)
(Etwa 3 km zu den Falls, etwa 300 m Anstieg, hin und zurück
insgesamt etwa 2 Stunden)
Waimoku Falls Trail und Ohe'o Gulch sind nur durch die Straße
getrennt, und so kann man sie beide zusammen besuchen. Ein Blick
in die Ohe'o Gulch ist ein Spaziergang von 30 Minuten auf einem
geteerten Weg, während die Wanderung zu den Waimoku Falls
und zurück mit einer Pause etwa zwei Stunden benötigt.
Wenn man also wandern will, muß man etwa drei Stunden zur
Verfügung haben. Wir haben die ganze Tour in einem Tag von
Ka'anapali aus gemacht, mußten dann allerdings in der Dunkelheit
zurückfahren.
Das Gebiet ist Teil des Haleakala National Park und heißt
Kipahulu Valley. Der Teil jenseits der Waimoku Falls ist aus
Gründen des Naturschutzes für die Allgemeinheit gesperrt.
Es gibt einen Trail hinauf zum Haleakala, aber er beginnt einige
Meilen entfernt in Kaupo, und er führt auf den ersten Meilen
über über privates Land.
East Maui ist der regnerische Teil von Maui, und so regnete
es auch, als wir am Parkplatz ankamen. Wir gingen zur Ranger
Station (Kipahulu Visitor Center) und dann zur Ohe'o Gulch (siehe
die separate Seite für die Ohe'o Gulch im Index).
Eine halbe Stunde später waren wir
zurück an der Straße, überquerten sie und gingen
zum Trailhead.
Über eine Wiese und dann durch einen Wald stiegen
wir bergauf. Ein Zauntür war zu durchqueren, die eine Viehweide
abschloß. Zahllose Baumwurzeln erforderten Aufmerksamkeit.
Ein erster Aussichtspunkt gab es bei
den Makahiku Falls. Durch einen alten Bewässerungsgraben
kann man bis zum oberen Rand der Falls gehen, was wir aber nicht
versuchten. Weiter ging es über Baumwurzeln, teilweise war
der Pfad als Treppe angelegt. Zahllose Guaven lagen am Boden
herum, auch Kukui - Bäume waren zu sehen, und ein beachtlich
großer Banyan-Baum.
Wir folgten weiter dem Flußverlauf
und erreichten die erste von zwei massiven Stahlträger -
Brücken, auf der wir den Pipiwai-Stream überquerten.
Hinter der Brücke führte der Trail wie durch ein Tor
in einen Bambuswald.
Bambuswälder haben immer etwas Exotisches
und Zauberhaftes an sich, und bei Wind hört man das charakteristische
Rauschen der Blätter. Bambus ist allerdings keine ursprünglich
auf Hawaii einheimische Pflanze.
Von einem Aussichtspunkt im Wald hatten
wir einen schönen Blick auf den Palikea Stream, den wir
auf den beiden Brücken umgingen. Oberhalb davon war die
zweite Brücke zu sehen. In früheren Jahren gab es die
Brücken noch nicht. Man mußte durch den Palikea Stream
hindurch, was heute wohl nicht möglich gewesen wäre.
Wir betraten einen
weiteren Bambuswald, der jetzt so dicht war, daß Licht
nur von senkrecht oben herunterkommen konnte. Der Weg war teilweise
verstegt und dadurch gut zu gehen, obwohl es schlammig war.
Die Waimoku Falls kamen jetzt in Sicht.
Doch bevor wir dorthin konnten, mußten
wir noch zwei weitere kleine Bäche durchqueren. Ich nehme
an, daß man meistens von einem Stein zum anderen springen
kann, aber heute sahen wir, daß es nasse Füsse geben
würde. Die meisten Wanderer gingen barfuß hindurch,
aber wir sind es von Skandinavien her gewohnt, das aus Gründen
der Vorsicht nicht zu tun. Viel nasser konnten unsere leichten
Wanderschuhe auch nicht mehr werden.
Nach einer kurzen Pause bei den Falls begann es zu regnen.
Wir schafften es, bis zum Bambuswald zurückzukommen, bevor
ein tropischer Regenschauer niederging. Nun, wir waren sowieso
naß. Bei einer Temperatur von 30 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit
bringt Regenkleidung ohnehin nicht viel. Aber man braucht auch
nicht zu frieren. Wir gingen zurück zum Auto, und zogen
uns im Besucherzentrum wieder trockene Kleidung an, bevor wir
nach Hana zurückkehrten.
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