Sliding Sands Trail
zum Ka Lua O Ka O'o Krater
(November 1998)
Die gesamte Entfernung (hin und zurück) auf dem Sliding
Sands Trail zum Ka Lua O Ka O'o Krater ist etwa 6 Meilen (10
km). Man steigt dabei knappe 350 Meter ab, die man beim Rückweg
wieder aufsteigen muß. Der Trail ist in gutem Zustand,
sandig, aber gut zu gehen. Einschließlich der Pausen und
der Rundtour auf dem Kraterrand benötigten wir 3 Stunden
und 40 Minuten.
Um 8.00 Uhr hatten wir das Hotel verlassen und waren zum
Haleakala - Gipfel gefahren. Um 11.00 Uhr schließlich standen
wir mit Kameras, ausreichend Film, zwei Liter Wasser (vielleicht
etwas wenig) und 4 selbstgemachten Käse-Schinken-Gurken
Sandwiches im Rucksack am Trailhead. Es war erfreulich kühl
hier oben, aber nicht kalt, und so wanderten wir in kurzen Hosen,
über das T-Shirt noch eine Jacke gezogen. Auf Anoraks und
lange Hosen verzichteten wir. Auf schlechtes Wetter waren wir
also nicht so gut vorbereitet, aber damit war nicht zu rechnen
und die Tour war ja auch nicht sehr lang. Je nach Wettervorhersage
und Gegebenheiten sollte man sich natürlich entsprechend
ausrüsten. Wie weit wir gehen würden, wollten wir einfach
nach Gehzeit entscheiden.
Entsprechend dem Namen "Sliding Sands Trail"
und der großen Höhe hatte ich befürchtet, daß
der Trail rutschig, vielleicht auch steil und schwer zu gehen
sein würde. Aber das Gegenteil war der Fall, der Abstieg
war gemächlich in weiten Kehren. Die Temperatur war nicht
zu niedrig und nicht zu hoch, der leichte Wind war erfrischend,
es konnte eigentlich nicht besser sein.
"Das ist viel einfacher als ich dachte", sagte
ich zu Carola. "Hoffentlich ist es auf dem Rückweg
nicht genau umgekehrt", gab sie zu bedenken.
Es war wirklich einfach, hier abwärts zu wandern,
und wir spürten nicht viel von der dünnen Luft. Das
Panorama war großartig. Entfernungen oder die Zeit zu schätzen,
war fast unmöglich. Die Ausblicke änderten sich ständig,
aber nur die Uhr zeigte, daß wieder eine Stunde vergangen
war.
Von Zeit zu Zeit passierten wir Gruppen von Silverswords.
Sie waren kleiner, als ich erwartet hatte. Nach einigen Jahrzehnten
entwickelt die Pflanze eine Blüte, und nach der Blütezeit
ist der Lebenszyklus beendet.
Schließlich hatten wir die Abzweigung des Trails
zum Ka Lua O Ka O'o erreicht. Von hier aus konnte man auch noch
ein Stück des Sliding SandsTrail überblicken, der immer
weiter hinab ins Tal führte, bis zu der Kapalaoa Cabin,
die wir andeutungsweise mit dem Fernglas in der Verlängerung
zum Talende hin erkennen konnten.
Der Trail zum Ka Lua O Ka O'o Krater setzte sich ohne große
Höhenunterschiede fort und endete auf dem Kraterrand. Wir
gingen noch die Runde auf dem Rand und sahen uns dann nach einem
Ruheplatz um.
Von diesem Punkt aus überblickten wir fast das ganze
Tal. Wir rasteten etwa eine Dreiviertelstunde. Danach waren wir
erfrischt, und außerdem gab es kaum eine Stelle, die wir
noch nicht fotografiert hatten.
Am linken Talrand konnten wir die Holua Cabin sehen, die
man am einfachsten vom Halemau'u Trailhead her erreicht. Es war
nun Zeit für den Aufstieg. Er war, bedingt durch die Höhenluft,
wesentlich anstrengender.
Einfacher geht der Aufstieg vor sich, wenn man auf einem
Pferderücken sitzt - zumindest für dem Menschen, wahrscheinlich
nicht für das Pferd.
Nach 1 Stunde und 30 Minuten Aufstieg waren wir wieder
zurück am Trailhead. Wir waren überrascht, daß
wir auf dem Weg nach oben nicht mehr Zeit gebraucht hatten als
beim Abstieg. Das lag aber daran, daß wir kaum noch Fotostops
gemacht hatten. Zunächst gingen wir zum Auto und holten
uns etwas zu trinken. Es war 3 Uhr nachmittags, und dank Maui,
der die Sonne gebändigt hatte, würde es noch etwa 3
Stunden bis zum Sonnenuntergang dauern. |