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Der Haleakala National Park

Geologie und Historie

Der Haleakala - Berg (3000 m) ist eine der großen Attraktionen von Maui. Obwohl die Lavalandschaft unterhalb des Gipfels wie ein Krater aussieht und auch oft als Haleakala Krater bezeichnet wird, ist sie kein Krater, sondern ein Tal. Das obige Bild ist aus zwei Aufnahmen zusammengesetzt und zeigt einen Überblick über das gesamte Gebiet.

Maui besteht aus zwei großen Schildvulkanen, die durch eine Landbrücke verbunden sind. In der Zeit nach seiner Entstehung war der Haleakala, der größere der beiden Vulkanberge, wesentlich höher als heute. Die Erosion hat ihn zum Teil wieder abgetragen. Dabei haben sich zwei Täler in den Berg hinein vorgearbeitet und ein zusammenhängendes großes Tal geschaffen. Innerhalb des Tals gab es mehrere kleine Vulkane, deren Lavaströme das Tal teilweise wieder aufgefüllt haben, und so entstand ein flacher Boden. Die Ränder sind stehengeblieben und lassen die Landschaft wie die Caldera eines Kraters aussehen.

Hale a kala heißt in hawaiianischer Sprache Haus der Sonne. Nach der Überlieferung zog die Sonne früher ihre Bahn über den Himmel wesenlich schneller als heute, daher waren die Tage kurz und die Nächte lang. Die Tageszeit reichte der Mutter von Maui, einem gottähnlichen Hawaiianer, nicht aus, um alle Hausarbeit zu erledigen und zum Beispiel ihre Kleider nach der Wäsche zu trocknen. Maui erwartete daher eines Tages die Sonne am Haleakala, fesselte sie und hielt sie für viele Stunden fest. Sie mußte versprechen, nun jeden Tag so lange zu scheinen, daß die Menschen ihre Arbeiten erledigen konnten.

Diese Legende findet sich nicht nur auf Maui, sondern in entsprechend abgeänderter Fassung auch auf den anderen Inseln, wobei jeweils der Platz wechselt, an dem die Sonne festgebunden wurde. Sogar in der aktuellen Musik findet sich eine moderne Fassung in dem Lied "Hawaiian Superman" von Israel Kamakawiwo'ole.

Schon seit Jahrhunderten zogen Menschen durch die Wildnis des Haleakala, wenn sie die Insel durchqueren wollten. Seit dem Bau der Straße im Jahr 1935 wurde die Gegend für jeden Touristen auf einfache Weise der Besichtigung zugänglich. Die meisten beschränken sich allerdings darauf, mit dem Auto zum Gipfel zu fahren und dann wieder zurück, obwohl eine Wanderung im National Park eigentlich nicht besonders schwer ist.

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