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Mai Tai, Lahaina


Mai Tai

ein Rezept aus Emeryville, California

"Die Kellnerin, eine große Koreanerin in einem perlengeschmückten Angorapulli, kam an meinen Tisch. Ich bestellte einen Mai Tai. Ich beobachtete, wie sie an der Bar ein Glas unter einen Spender stellte, der auf einer Metallplatte mit Computertastatur stand. Sie drückte auf ein paar Tasten und schon ergoß sich Obstsaft in mein Glas. Die Maschine machte einen lausigen Mai Tai." (aus: Die dunkle Seite der Lichterstadt, s.u.)

Die Geschichte spielt in Los Angeles, und sie paßt sicher auch eher zu dieser Großstadt als zu Hawaii, denn glücklicherweise wird ein Mai Tai dort noch handgemixt. Mai Tai gibt es in vielen Variationen, und der Preis richtet sich unter anderem auch nach dem Mischungsverhältnis von Obstsaft und Alkohol. Der oben erwähnte maschinell hergestellte dürfte also nicht allzu teuer gewesen sein...

Eine Suche in Altavista förderte 1935 Seiten (1998) zum Thema Mai Tai zutage. Eine recht glaubwürdig klingende Story wird auf den Seiten von hotwired.com berichtet. Danach wurde der Drink von Victor Bergeron im Jahr 1944 in seinem "Hinky Dink's Restaurant" in Emeryville bei San Francisco erfunden. Er mixte ihn für zwei Freunde, die aus Tahiti zu Besuch waren und etwas Besonderes trinken wollten.

Die amerikanischen Zutaten haben wir etwas an europäische Verhältnisse angepaßt. Hier ist ein Rezept:


1 Limette

1 cl Zuckersirup

1 cl Mandel-Likör (Amaretto)

2 cl Cointreau

6cl brauner Rum

Den Zuckersirup stellt man aus gleichen Teilen braunem Zucker und Wasser her, indem man die Mischung aufkocht. Der verwendete Sirup trägt wesentlich zur Farbe des fertigen Getränks bei.

Ein Glas mit zerstoßenem Eis füllen, den Limette darüber ausdrücken, die übrigen Zutaten zusammen mit Eis in einem Shaker schütteln und in das Glas abgießen. Mit Ananas, Cocktailkirsche und Strohhalm servieren.


Zitat: Mercedes Lambert: Die dunkle Seite der Lichterstadt. Ariadne Krimi 1092, Argument Verlag 1997, ISBN 3-88619-592-9
amerikanische Originalausgabe: Dogtown © 1991 by Mercedes Lambert

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