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Lava fließt ins Meer, 1997

CHAIN OF CRATERS ROAD UND PU'U 'O'O

(1997)

Der Kilauea Vulkan auf Big Island wurde im Jahr 1983 aktiv. Nahezu ständig strömt seitdem Lava aus dem Pu'u 'O'o Krater des Kilauea Vulkan und fließt hinunter zum Meer. Eine Wolke an der Küste zeigt die Stelle an, an der die Lava ins Wasser taucht und es zum Kochen bringt.

Kilauea aus dem Weltraum (NASA)

Das obige Bild wurde während einer Mission des Space Shuttle Discovery im Jahr 1993 aufgenommen. Die Situation war ganz ähnlich, als wir im Jahr 1997 nach Big Island kamen. Wir nahmen ein Zimmer in einem Hotel in Hilo, besichtigten die Chain of Craters Road, beobachteten den Vulkan in der Nacht von der Road 130 und betrachteten ihn aus der Nähe vom Hubschrauber aus. Hier ist unser Bericht:

Ende der Chain of Craters Road

Die "Chain of Craters Road" endet an einem der älteren Lavaströme des Kilauea. Die Straße ist wegen der Lava ab hier geschlossen. In einem kurzem Spaziergang von zehn Minuten erreicht man einen Aussichtspunkt.

Lava fließt ins Meer

Von diesem Aussichtspunkt konnten wir in der Entfernung eine Dampfwolke sehen. Das war die Stelle, an der die Lava ins Meer fließt. Wir fanden, daß man von einem Platz schon eine Meile vor dem Ende der Straße noch eine bessere Sicht hatte. Wir hatten nur ein leichtes Stativ, und an diesem Tag war der Wind so stark, daß wir Probleme hatten, das Tele ausreichend ruhig zu halten, um die Bilder machen zu können.

Wir sind nicht in der Dunkelheit dort gewesen, aber man kann sich vorstellen, daß man unter guten Bedingungen das Glühen der Lava in der Entfernung beobachten kann. Wenn Du noch einen besseren Blick haben willst, kannst Du einen Trip von insgesamt 7 Meilen hin und zurück machen, der allerdings schwer ist, besonders in der Dunkelheit. Stell Dir vor, über rauhe und zerrissene schwarze Lava am Tag zu wandern, in der Hitze ohne Schatten, oder in der Nacht, nur mit einer Taschenlampe, mit gelegentlichem starken Wind oder Regen. An manchen Stellen ist die Lava nicht stabil. Diese Tour wird nicht empfohlen, aber sie ist auch nicht verboten. Ein Schaukasten an der Ranger Station gibt Hinweise für die notwendige Ausrüstung und die Gefahren, mit denen Du es zu tun hast. Die Entscheidung war kein Problem für uns, denn wir hatten einfach keine Zeit zu einer solchen Tour.

Am nächsten Tag, nachdem wir eine Sightseeingtour im Uhrzeigersinn um die Insel herum gefahren waren, waren wir etwa 10 Meilen nördlich von Hilo. Es war schon dunkel, etwa 19.30 Uhr, und wir sahen ein schwaches rotes Glühen in weiter Entfernung. Wir dachten uns, das das wohl nur der Pu'u 'O'o sein konnte. Wenn wir es aus einer Entfernung von 25 Meilen sehen konnten, dann mußte es aus der Nähe eigentlich noch besser zu sehen sein. Wir änderten die Pläne für das Abendessen. Statt hawaiianischer Spezialitäten besorgten wir ein Take-away Hamburger und Fries-Special, nahmen die Road 11 von Hilo und wechselten dann auf die Road 130. Sie war ab der Meile 21 für den öffentlichen Verkehr geschlossen. Aber gerade von dieser Stelle aus hatte man einen Blick auf den Vulkan. So bauten wir am Auto unser kleines Stativ auf.

Pu'u 'O'o bei Nacht

Wir konnten den obersten Teil des Kraters erkennen, und die Wolken darüber waren in gelben und roten Farben erleuchtet. Die Helligkeit änderte sich innerhalb von Minuten.

Pu'u 'O'o bei Nacht

Von Zeit zu Zeit verdeckten Wolken vollständig die Sicht auf den Krater, und wir konnten keine Strukturen mehr erkennen.

Pu'u 'O'o bei Nacht

Für eine Weile war der östliche Himmel nun wieder hell erleuchtet, ein Anblick, der uns im Gedächtnis blieb. Wir glaubten, kleine Lavafontänen gesehen zu haben, aber wir waren nicht sicher. In der Zwischenzeit war eine Familie aus Hilo eingetroffen. Sie erzählten uns, daß es vor zwei Wochen noch viel eindrucksvoller ausgesehen hatte, als der Vulkan ein außergewöhnlich starkes "fountaining" gezeigt hatte. In der Dunkelheit an der stillen Straße zu stehen und die Eruption zu beobachten war ein außergewöhnliches Erlebnis für uns. Aber der beste Weg für einen Touristen, um dicht an den Vulkan zu kommen, ist eine Helikopter-Tour. Diese ist auf der nächsten Seite beschrieben.

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